Dienstprogramm CATBatchStarter ausführen

 

 

Übersicht

Wenn bereits eine XML-Datei mit allen erforderlichen Eingaben vorhanden ist, kann diese Parameterdatei dazu verwendet werden, eine Stapelverarbeitung ohne Zugriff auf die Schnittstelle für Stapelverarbeitung (beispielsweise von der Befehlszeile aus) auszuführen.

Mit CATBatchStarter kann der Benutzer (vergleichbar mit der Anwendung des Befehls CATUTIL) unter Verwendung zahlreicher Optionen eine Stapelverarbeitung über die Befehlszeile ausführen lassen. Bei Verwendung der Befehle CATBatchStarter und CATUTIL zur Ausführung einer Stapelverarbeitung werden ein und dieselben Ergebnisse generiert.

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Befehlen liegt darin, dass zum Befehl CATBatchStarter eine ganze Reihe von Optionen hinzugefügt werden können, während beim Befehl CATUTIL lediglich die Option -Name verwendet werden kann.

Optionen

In der folgenden Tabelle werden detailliert die verschiedenen Optionen aufgeführt, die bei Ausführung des Befehls CATBatchStarter verwendet werden können:

-input Gibt Namen und Pfad der XML-Parameterdatei an.
-host Wird bei Ausführung einer Stapelverarbeitung im Fernmodus dazu verwendet, den Namen des fernen Computers anzugeben. Die Verwendung dieser Option impliziert, dass in der Parameterdatei die erforderlichen Lizenzdaten enthalten sind, andernfalls kann die Ausführung der Stapelverarbeitung nicht gelingen. Folgendes ist zu beachten:
  • Auf dem fernen Computer muss ein Serverprozess zur Stapelverarbeitungsüberwachung ausgeführt werden.
  • Standardumgebung zur Ausführung der Stapelverarbeitung ist die Umgebung mit dem Serverprozess zur Stapelverarbeitungsüberwachung.
  • Bei den zur Ausführung der Stapelverarbeitung verwendeten Einstellungen handelt es sich um jene Einstellungen, auf die in der Umgebung mit dem Serverprozess zur Stapelverarbeitungsüberwachung Bezug genommen wird.
  • Werden auf dem fernen Computer Version 5-Dokumente hochgeladen, erzeugt oder geändert, werden die Verknüpfungen zwischen den Dokumenten nicht konserviert.
  • Wird vom fernen System über das Netz auf Version 5-Dokumente zugegriffen, müssen diese Dokumente und alle in der Stapelverarbeitung verwendeten referenzierten Dokumente sichtbar und für den fernen Computer zugänglich sein.
-driver Legt die Treiber für die Kommunikation fest. Standardmäßig kommt der Backbone-Treiber (Backbone Driver, BB) zur Anwendung, es kann aber auch ein MQ-Treiber verwendet werden. Wird die Stapelverarbeitung im lokalen Modus ausgeführt (d. h. die Option -host kommt nicht zum Einsatz), wird als Treiber für die Kommunikation immer ein Backbone-Treiber verwendet. In diesem Fall wird die Option -driver ignoriert. Weitere Informationen enthält der Abschnitt Stapelverarbeitungen im Fernmodus ausführen.
-output Legt das Verzeichnis fest, in dem das Stapelprotokoll gespeichert werden soll. Standardmäßig wird das Protokoll in c:\temp (unter Windows) oder in /temp (unter UNIX) gespeichert.
-verbose Zeigt Informationen zur Ausführung der Stapelverarbeitung in der Standardausgabe an.
-h Zeigt eine kurze Hilfenachricht an.
-allow_visu Ermöglicht dem Benutzer die Ausführung von Stapelverarbeitungen, für die ein Grafikadapter erforderlich ist. Wird ohne Angabe dieser Option versucht, eine Stapelverarbeitung auszuführen, für die ein Grafikadapter erforderlich ist, wird der Rückkehrcode "7" ausgegeben.
-lic_setting Gibt an, dass die über Tools > Optionen > Allgemein > Lizenzierung definierten Lizenzen verwendet werden sollen.
-args

Ermöglicht es dem Benutzer, Argumente anzugeben, die mit der Funktion 'batchmain' (int argc, char** argv) verwendet werden. Diese Option muss die letzte Position in der Befehlszeile einnehmen.

Daran denken, dass Lizenzen angegeben werden müssen, entweder mithilfe einer XML-Parameterdatei oder über die Option -lic_setting.

Es sind nicht alle aufgeführten Optionen verbindlich. Bei Verwendung der Optionen sollte die Befehlszeile jedoch wie folgt aussehen:

CATBatchStarter -input parameterfile [-host hostname] [-driver MQ/BB] [-output directory] [-verbose] [-h] [-allow_visu] [-lic_setting] [-args arg1 arg2 arg3]

 

CATBatchStarter ausführen

  1. Auf den Standardinstallationsordner zugreifen:

    C: \ Program Files \ Dassault Systemes \ Bn \ OS_a \ code \ bin  (unter Windows)

    oder

    /usr/DassaultSystemes/Bn/OS_a/code/command/  (unter UNIX)

    (dabei entspricht n der aktuellen Releasenummer)

  2. Folgenden Befehl ausführen (im vorliegenden Szenario kommen zwei Optionen zum Einsatz, bei Bedarf können aber auch mehr Optionen verwendet werden):

    CATBatchStarter -input xml_file  -output folder (unter Windows)

    oder 

    ./catstart -run "CATBatchStarter -input xml_file -output folder"  (unter UNIX)

    Dabei handelt es sich bei xml_file um Pfad und Namen der XML-Datei und bei folder um die Speicherposition für die Ausgabe.

    Beispiel:

    CATBatchStarter -input e:\users\my_parameters.xml -output e:\users\output

  3. Zur Überprüfung der Stapelverarbeitungsausführung auf den Ordner c:\temp\ (unter Windows) oder /temp/ (unter UNIX) zugreifen.

    In einer .txt-Datei mit Namen "BatchMonitorResults_" (führt als Suffix die Uhrzeit, zu der die Stapelverarbeitung ausgeführt wurde (Beispiel: "BatchMonitorResults_8.46.34.txt") sind die gewünschten Informationen zur Stapelverarbeitungsausführung enthalten. Außerdem ist dort der Ordner vermerkt, in dem die bei der Stapelverarbeitungsausführung generierten Berichte zu finden sind.
  4. Zum Lesen der bei der Stapelverarbeitungsausführung erzeugten Berichte auf den Ordner c:\temp\batchID (unter Windows) oder /temp/batchID (unter UNIX) zugreifen.

    Es werden drei Dateien erzeugt:
    • Ein Bericht im Textformat mit Namen batchIDLOG.txt 
    • Ein Bericht im XML-Format mit Namen batchIDLOG.xml
    • Ein Protokoll der Ausgaben mit Namen batchIDOUTPUT.xml

    Bei batchID handelt es sich um die den Stapel kennzeichnende Nummer.

    Der Benutzer kann die Standardspeicheradresse dieser Dateien durch Exportieren der folgenden Variablen ändern:

    set BATCH_HOME=neuer_pfad  (unter Windows)

    oder

    export BATCH_HOME=neuer_pfad  (unter UNIX)

    Dabei ist neuer_pfad der Pfad des neuen Speicherordners.